Donnerstag, 15. Juli 2010

Energieanlagenbauer unterstützt Hospizarbeit

SPENDE | 5000 Euro von EAN fließen in die Dreikönigsstiftung. Das Unternehmen will in Neubrandenburg investieren.
NEUBRANDENBURG (AB). Angekündigt hatte es Geschäftsführer Uwe Lüdemann ja schon: Die Firma Energieanlagen Nord (EAN) unterstützt die Dreikönigsstiftung mit 5000 Euro, die Gratulanten anlässlich der Jubiläumsfeier zum 20-jährigen Bestehen des Unternehmens gespendet haben (wir berichteten). Gestern waren Rainer Prachtl und Manfred Dachner vom Dreikönigsverein bei Lüdemann, um sich zu bedanken – mit Wein vom Weingut Dreikönigshof am Rhein.
„Man kann helfen, wenn man will“, ist Lüdemann überzeugt. Jeder könne das nach seinen Möglichkeiten. Lüdemann selbst sei mit seiner Firma ein gutes Vorbild, findet Manfred Dachner. Er unterstütze unter anderem seit langem den Polizeisportverein und die Aktion „Sport statt Gewalt“. Die jetzige Spende vergrößert das Stiftungskapital der Dreikönigsstiftung und wirkt so langfristig. Gebraucht werden Spendengelder jederzeit in der Hospizarbeit. Manfred Dachner, der selbst ehrenamtlich im ambulanten Dienst arbeitet, erzählte beispielsweise von einem 18-Jährigen, den der Dreikönigsverein betreut. Er lebt mit seinen arbeitslosen Eltern in einem Dorf in der dritten Etage eines Plattenbaus und hat eine unheilbare Stoffwechselkrankheit. Es sei schwierig, ihm Ausflüge im Rollstuhl zu ermöglichen. Man wolle den Eltern auch helfen, eine Parterrewohnung zu finden und zu finanzieren und sie zu einem Familienurlaub nach Hamburg in ein Familienhospiz einladen.
Prachtl und Dachner nutzten die Gelegenheit gestern auch, sich über EAN zu informieren. Das Unternehmen mit knapp 130 Mitarbeitern an fünf Standorten möchte sich in Neubrandenburg erweitern, braucht einen neuen Standort für ein Energiekompetenzzentrum, wo „industrienahe Arbeitsplätze“ geschaffen werden sollen, so Lüdemann. Damit wolle man auch ein neues Erscheinungsbild der EAN schaffen, das für junge gut ausgebildete Fachleute attraktiv ist. Für dieses Vorhaben brauche er aber viel Unterstützung aus der Kommunal- und Landespolitik.
Rainer Prachtl (links) und Manfred Dachner (rechts) bedankten sich bei EAN-Geschäftsführer Uwe Lüdemann für die großzügige Spende für die Hospizarbeit.