Freitag, 20. Januar 2012

Nordkurier | SPD kritisiert Fan-Politik des FC Hansa Rostock

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SCHWERIN. Die sogenannte privilegierte Partnerschaft des FC Hansa Rostock mit gewaltbereiten Ultras ist nach Ansicht des SPD-Innenexperten Manfred Dachner gescheitert. Sie sei bisher konzeptionslos gewesen, sagte Dachner gestern nach einer Anhörung des Landtags- Innenausschusses zu gewalttätigen Ausschreitungen im Fußball. Er erwarte vom FC Hansa, die organisierte Betreuung der friedlichen Fans zu verbessern und ihnen die gleichen Rechte einzuräumen wie den Ultras. Bundesweit hätten Vereine den Ultras Zugeständnisse gemacht wie vergünstigte Eintrittspreise oder Wunschplätze.

In Mecklenburg-Vorpommern werde die Zahl der Ultras auf rund 400 geschätzt, 130 davon seien extrem gewaltbereit, heißt es. Dachner sagte, er erkenne die vom FC Hansa geleistete Präventionsarbeit an, für die 200000 Euro aufgewendet wurden. (DPA)