Mittwoch, 21. März 2012

Kriminalitätsopfer sollten sich Unterstützung suchen!

Manfred Dachner: Nicht wegschauen, wenn Menschen Opfer einer Straftat werden! 

Anlässlich des 20. Jahrestags des Kriminalitätsopfers am 22. März erklärte der innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Manfred Dachner: 

„Der Tag des Kriminalitätsopfers soll an das Leid und das Unrecht erinnern, das Opfer von Kriminalität und Gewalt erleiden. Sie quälen sich oft ihr ganzes Leben lang mit körperlichen und seelischen Verletzungen und benötigen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, unser Mitgefühl und unsere solidarische Unterstützung.“ 
Jeder, der Opfer einer Straftat geworden ist, so Dachner, sollte sich nicht passiv verhalten, sondern die Straftat anzeigen und sich Unterstützung suchen, um die schwierige Lebenssituation besser meistern zu können. Dachner: „Jeder kann Opfer einer Straftat werden, damit verändert sich oftmals das Leben der Betroffenen von einer Sekunde auf die andere. Deshalb ist es notwendig, Besonnenheit und Zivilcourage zu zeigen und nicht wegzuschauen, wenn Menschen Opfer einer Straftat werden.“

Hintergrund

Der Tag des Kriminalitätsopfers wurde 1992 von der Opferhilfsorganisation „Weißer Ring“ ins Leben gerufen. Anlass war, dass sich immer mehr Opfer von Straftaten unverstanden und gesellschaftlich isoliert gefühlt hatten. 

Obwohl in den letzten Jahren insgesamt ein leichter Rückgang der Gewaltstraftaten zu verzeichnen ist, wurden im Jahr 2011 immer noch 16.082 Menschen in M-V Opfer von Rohheitsdelikten und Straftaten gegen ihre persönliche Freiheit. Bei einzelnen Deliktgruppen - gefährliche und schwere Körperverletzung, Raub und räuberische Erpressung - kam es sogar zu einer geringen Steigerung im Vergleich zum Vorjahr.