Dienstag, 22. Mai 2012

Nordkurier | Bericht über Missbrauch kurzfristig abgesagt

oelschlaeger_helgedachner_manfredKreisweit sollen Bemühungen um ein Netzwerk gegen Kindeswohlgefährdung belebt werden.


Von unserem Redaktionsmitglied Susanne Schulz

Seenplatte. Von der Tagesordnung gestrichen haben die Mitglieder des Kreistagsausschusses für Ordnung, Sicherheit, Brand- und Katastrophenschutz vor wenigen Tagen einen geplanten Bericht über Kindesmissbrauch im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Eine Vertagung sei erfordlich, weil eingeladene Institutionen und Behörden sich über die zu diskutierenden Vorhaben nicht hinreichend im Bilde sahen, erklärte der AusschussvorsitzendeHelge Oehlschläger (SPD).

SPD-Volksvertreter Manfred Dachner hatte die Idee eines Netzwerks gegen Kindeswohlgefährdung und Kindesmissbrauch in das Gremium einbringen wollen. Ein solches Netzwerk sei vor Jahren in Neubrandenburg entstanden, aber seit einiger Zeit nur noch sporadisch in Erscheinung getreten und daher wohl nicht so bekannt, sagte der ehemalige Polizeipräsident. Er wolle jedoch die Idee fördern, ein solches Netzwerk auf den Großkreis auszudehnen.

Mit Institutionen, die sich der Problematik annehmen, soll nun besprochen werden, was sie von einem solchen Netzwerk halten. Erst dann sei neu zu entscheiden, ob und wann das Thema erneut auf die Tagesordnung kommt. Unterdessen warfen Ausschussmitglieder auch die Frage auf, ob nicht eher der Jugendhilfeausschuss zuständig sei. Denkbar sei auch, dass sich der Präventionsrat des Themas Kindesmissbrauch und Kindeswohlgefährdung annehme.