Donnerstag, 13. Dezember 2012

Der Petitionsausschuss im Historisch-Technischen Museum Peenemünde

Der Petitionsausschuss besuchte am 13.12.2012 das Historisch-Technische Museum in Peenemünde. Anlass für diesen Ortstermin war die Kritik eines Petenten an der Ausstellung des Museums, die seiner Auffassung nach eine Propagandaschau für rechtes Gedankengut und eine Verklärung der Nazimachthaber sei. Nachdem der Petitionsausschuss zu diesem Vorwurf eine Stellungnahme des Bildungsministeriums M-V eingeholt hatte, wollte er sich nun ein eigenes Bild von dieser Ausstellung machen.


Während einer Einführung über die Geschichte des Museums und des anschließenden Rundgangs unter äußerst sachkundiger Führung des stellv. Geschäftsführers des Museums sowie einer museumspädagogischen Mitarbeiterin wurde deutlich, dass die Ausstellung das Ziel verfolgt, die durchaus schwierig darzustellende Ambivalenz des Ortes zwischen der beachtlichen wissenschaftlichen Leistung auf der einen Seite und den Grausamkeiten des Krieges auf der anderen Seite zu zeigen. So ist das Konzept der Ausstellung auf die Parabel vom Start zum Aufschlag der Rakete ausgerichtet. Diese Symbolik durchzieht die gesamte Ausstellung.

Ein Schwerpunkt der Museumsarbeit ist die Arbeit mit Schülern. So werden Führungen und Projekttage für Schüler unterschiedlicher Altersgruppen zu den Themenbereichen Geschichte, Technologie, Politik und Ethik sowie internationale Workcamps mit Jugendlichen angeboten.

In einer nachfolgenden Gesprächsrunde brachten die Abgeordneten ihren Respekt für die insgesamt gelungene Ausstellung zum Ausdruck. In Übereinstimmung mit der Museumsleitung wurde darüber hinaus festgestellt, dass es hinsichtlich verschiedener Details durchaus Optimierungsmöglichkeiten gibt. Diese sollen laut Museumsleitung in die derzeitige Überarbeitung des Konzeptes eingebunden werden.

Abschließend kam der Ausschuss zu der Auffassung, dass die Kritik des Petenten in der von ihm vorgebrachten Schärfe nicht geteilt wird.