Samstag, 13. November 2010

700. Mitglied im Ring


nb_101113_dachner_weisser_ringDer Neubrandenburger Polizeidirektionschef Siegfried Stang ist in dieser Woche als 700. Mitglied der Opferschutzorganisation „Weißer Ring“ begrüßt worden. Ihm sei bereits in seiner Ausbildung aufgefallen, dass im Gericht und auch danach meist der Täter im Mittelpunkt stehe, Opfer hingegen würden meist ziemlich allein gelassen, sagte der 54-Jährige, als er von Manfred Dachner, Außenstellenleiter des „Weißen Rings“ für Mecklenburg- Strelitz – und Ex-PD-Chef – begrüßt wurde.

Es sei wichtig, hier entgegenzuwirken, sagte Stang. Denn auch wenn die Opfer finanziell entschädigt oder körperlich genesen – die psychischen Folgen einer Straftat bleiben für die Opfer noch sehr lange. Sie fühlten sich oft unsicher, könnten kaum jemandem vertrauen, trauten sich teilweise nicht mehr auf die Straße, berichtete Dachner aus seinen Gesprächen mit den Opfern von Straftaten. Auch könne der Weiße Ring unbürokratischer helfen als beispielsweise eine staatliche Entschädigungskasse, die erst monatelang prüfe, ob ein Anspruch auch tatsächlich berechtigt sei. AS