Sonntag, 19. Januar 2014

Müritz-Zeitung | SPD-Kreisparteitag - Fraktionschef zeigt "noble Geste"

In geheimer Wahl stimmten die SPD-Mitglieder ab, die sie zur Kreistagswahl im Mai 2013 ins Rennen schicken wollen. Foto: P. Konermann
In geheimer Wahl stimmten die SPD-
Mitglieder ab, die sie zur Kreistags-
wahl im Mai 2013 ins Rennen 
schicken wollen.
Foto: P. Konermann
Petra Konermann

In vier Monaten werden auch die Sitze im Kreistag neu verteilt. Die Genossen in der Mecklenburgischen Seenplatte haben jetzt ihre Kandidatenlisten verabschiedet - ein Procedere, das auch Verzicht erforderte.

Michael Löffler, Chef der SPD-Fraktion im Kreistag Mecklenburgische Seenplatte, hat lange mit sich gerungen und ist dann einen Schritt zurückgetreten – zumindest zwei Listenplätze nach hinten gerutscht. Den Genossen, die sich in Penzlin zu ihrer Mitgliedervollversammlung getroffen hatten, um das Programm für die anstehende Kreistagswahl im Mai zu verabschieden und um ihre Kandidaten ins Rennen zu schicken, war das einen Applaus wert. Und auch vom Kreistagspräsidenten und SPD-Kreisvorsitzenden Michael Stieber gab‘s Lob. „Das war eine noble Geste“, sagte er gegenüber dem Nordkurier.

Was war geschehen? Die Genossen hatten Michael Löffler im Wahlbereich 7 in der Stadt Waren auf Listenplatz 1 gesetzt – Warens neuen SPD-Bürgermeister Norbert Möller auf Platz 3. „Wir brauchen starke Persönlichkeiten im Kreistag, die die Interessen ihrer Region wahrnehmen. Und wir wissen, dass Norbert Möller nach seinem Durchmarsch bei der Bürgermeisterwahl in Waren sicherlich auch bei der Kreistagswahl Stimmen holen wird. Deshalb habe ich mich entschieden, auf der Liste nach hinten zu rücken“, erklärte Löffler dem Nordkurier. Auch wenn vielleicht die Gefahr bestehe, nach dem 25. Mai nicht wieder in den Kreistag einzuziehen, gehe für ihn keine Welt unter. „Ich mache weiter Politik“, sagte Löffler, der aber zum Beispiel im Amt Malchow und im Amt Seenlandschaft Waren auf Listenplatz 1 gesetzt wurde und sich auch im Amt Malchin und im Amt Stavenhagen Chancen ausrechnen kann – dort steht der Warener auf Listenplatz 2.

Insgesamt rund 70 Kandidaten wollen die Genossen von der Seenplatte ins Rennen schicken.

Verabschiedet haben die Genossen auch ihr Wahlprogramm. Zu dem mehrseitigen Kreiswahlprogramm soll es eine Kurzversion geben, die auf Flyern die Positionen der Kreis-SPD deutlich macht. Und: „Wir setzen auch stark auf das Internet und öffnen demnächst eine Extra-Seite, auf der unser Programm auch komplett nachgelesen werden kann und auf der alle Kandidaten vorgestellt werden“, so Stieber.

@Nordkurier