Mittwoch, 1. Juli 2015

NK | Na, klasse: Für Neubrandenburg kann überhaupt nichts mehr schief gehen

Von Thomas Beigang
Sie sind wieder zurück: Die Viertorestädter, die vom Papst a.D. empfangen wurden. Einer erzählt jetzt von einem „Wunder“.

NEUBRANDENBURG. Probleme mit alten Schulden? Eine nicht enden wollende Bauerei auf dem Neubrandenburger Engelsring? Oder die sich lang hinziehende Wahl des Vize-Oberbürgermeisters in der Stadt? Die Neubrandenburger dürfen sich jetzt wohl sicher sein: Alle Sorgen in und mit der Stadt können sich bald in Wohlgefallen auflösen. Denn kein Geringerer als der Papst a.D. Benedikt XVI. hat bei dem Besuch einer Delegation des Neubrandenburger Dreikönigsvereins nicht nur die fünf nach Rom gereisten Männer, sondern der ganzen Stadt Neubrandenburg seinen päpstlichen Segen erteilt.

Ein „unbeschreibliches Gefühl“ sei es gewesen, dem emeritierten Oberhaupt der Katholischen Kirche zu begegnen, erzählt der Neubrandenburger Unternehmer Nicola D‘Aniello, der gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Manfred Dachner (SPD), Ex-Oberbürgermeister Paul Krüger, Bauunternehmer Owe Gluth und dem katholischen Pfarrer Felix Evers am vergangenen Donnerstag zu einer privaten Audienz bei Benedikt XVI. geladen waren. „Mächtig nervös“ seien sie alle gewesen, erst recht, als sie im Vatikan von Mitgliedern der Schweizer Garde abgeholt und zu den Privatgemächern des deutschen Ex-Papstes begleitet wurden.

„In seinem Wohnzimmer hat er uns stehend empfangen und allen Plätze angeboten.“ Sehr „warmherzig“ sei die 40 Minuten andauernde Unterhaltung verlaufen. Für ihn, schwärmt D‘Aniello noch immer, sei ein „Wunder“ wahr geworden. „Das hätte ich mir früher niemals träumen lassen.“

Papst Benedikt, so heißt es in der offiziellen Mitteilung des Dreikönigsvereins, bestärkte die Bemühungen der Neubrandenburger um die Menschen am Lebensanfang und am Lebensende: Kindergarten und Bildungsarbeit müssten ebenso gefördert werden wie der Schutz des Lebens, den das Dreikönigshospiz für Sterbende vorbildlich leiste. Das ehemalige Kirchenoberhaupt soll gut über die Lage in Mecklenburg-Vorpommern informiert gewesen sein, so Nicola D‘Aniello, der sich sowohl in deutsch als auch in Italienisch mit Benedikt unterhalten hat. „Er kannte auch Neubrandenburg, wenigstens vom Namen her.“ Und noch eins hat das Delegationsmitglied verblüfft: „So aufgeregt wir vorher alle waren, als wir dort eintraten, kehrte Ruhe in uns ein.“

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