Freitag, 18. September 2015

Neubrandenburger Zeitung: Tolle Aktion: Bäcker helfen dem Hospiz

Von Thomas Beigang
In sechs Neubrandenburger Backstuben wurde eine Extraschicht gefahren. Die duftenden Produkte sind für einen sehr guten Zweck verkauft worden.

Die Hospizmitarbeiterinnen Beate Gogacz, Heike Albrecht und Tabea Littek (v.l.) verkauften die Brote. 
FOTO: THOMAS BEIGANG
NEUBRANDENBURG. Dunkles, helles, Misch- oder Körnerbrot. Mitten im Marktplatzund im Bethaniencenter haben am Donnerstag hauptund ehrenamtliche Mitarbeiter des Neubrandenburger Hospizes Brot verkauft, das zuvor von sechs Bäckern der Viertorestadt gebacken wurde. Beteiligt haben sich die Bäckereien Gesche, Kadatz, Israel, Junge, Hatscher und der Lila Bäcker. Der Erlös von rund 1000 Euro soll dem ambulanten und stationären Hospizdienst gutgeschrieben werden.

„Eine ganz tolle Aktion“, lobt Manfred Dachner, der seit Jahren unheilbar Kranke auf deren letzten Wegen begleitet. Die Unterstützung durch das Bäckerei-Gewerbe hat bereits Tradition in Neubrandenburg, so Dachner. „Früher trug immer Mäkelbörger die Hauptlast, jetzt sind andere in die Bresche gesprungen. Aber so“, lächelt der 66-Jährige, „sind eben mehr Geschmacksrichtungen im Angebot“.

Der ambulante Hospizdienst in der Stadt betreut etwa 50 Sterbende in Neubrandenburg und Umgebung in jedem Jahr in deren letzter Lebensphase. Im Dreikönigshospiz in der Lindenstraße im Süden der Stadt verfügt über zwölf Betten.