Freitag, 29. Januar 2016

Konstruktive Diskussion über zweiten Zwischenbericht der Enquetekommission "Älter werden in MV"

Verborgen vor den vermeintlich spektakuläreren Themen dieser Welt tagt seit Beginn der Legislatur die Enquetekommission. Spannenderweise bearbeiten Abgeordnete und Experten dort die tatsächlichen Kernfragen des menschlichen Lebens und Zusammenlebens in einer älter werdenden Gesellschaft und befassen sich mit nahezu allen wichtigen Themen des Alltags von Jung und Alt.

Der Landtag hat heute über den Zweiten Zwischenberichtes der Enquete-Kommission „Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern“ diskutiert.

Der Bericht behandelt die Themenfelder „Mobilität im Alter“ und „Alter und Gesundheit/Pflege“. Er wurde bei einer Enthaltung eines von der CDU benannten externen Mitgliedes der Kommission von allen Fraktionen angenommen (die NPD fehlte, wie eigentlich immer).
Aus einer IST-Analyse zu beiden Themenfeldern werden Handlungsempfehlungen für den Umgang mit dem Altern der Gesellschaft hergeleitet. Dies sind in Kürze: Mobilität im Alter, z.B. Reform des ÖPNV, Mobilitätsinfrastruktur und Barriereabbau im ÖPNV sowie alternative Formen der Flächenerschließung (Radmobilität, Elektromobilität und autonomes Fahren) aber auch Vermeidung erzwungener Mobilität, durch Erprobung von Modellprojekten zur Sicherung der Nahversorgung. Im Bereich Alter und Gesundheit/Pflege sind die Schwerpunkte Medizinische Versorgung (kleine Krankenhäuser als Versorgungsanker in der Fläche, ambulante Versorgung durch Ärztenetzwerke, Stärkung der Geriatrie und Allgemeinmedizin schon in der Ausbildung), E-Health (Förderung von Telemedizin und technischen Assistenzsystemen), Ausbau der Pflegestützpunkte, Sicherung des Fachpersonals durch angemessene Entlohnung, Qualifizierung der Fachkräfte durch generalisierte Ausbildung, Akademisierung eines Teils der Pflegekräfte für ein erweitertes Aufgabenfeld.

Letztlich sollen Prävention und Rehabilitation u. a. durch Kranken- und Pflegekassen gestärkt werden.