Mittwoch, 27. Januar 2016

Landtag stimmt Zielvereinbarungen zwischen Landesregierung und Hochschulen zu

Die Entwicklung und der Ausbau der Hochschullandschaft liegt trotz einer weitgehenden Hochschulautonomie natürlich auch in den Händen der Politik.
Denn mit den sogenannten Zielvereinbarungen treffen das Bildungsministerium und die Hochschulen individuelle Regelungen zur Qualitätsentwicklung in Lehre und Forschung, zu den Studienfächern und Studiengängen, zu den Forschungsschwerpunkten sowie über das Budget einer Hochschule. Letzteres sollte - zumindest nach Auffassung der Opposition - natürlich am besten unbegrenzt sein.

Mit ihrem Antrag „Zustimmung des Landtages gemäß § 15 Absatz 3 Satz 6 des Hochschulgesetzes MV, hier: Zielvereinbarungen 2016 bis 2020“ (Drs. 6/5060) hat die Landesregierung heute über die Zielvereinbarungen mit den Hochschulen des Landes MV von 2016 bis 2020 abstimmen lassen.
Die Vereinbarungen wurden getroffen mit der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald, der Universität Rostock, der Hochschule für Musik und Theater Rostock, der Hochschule Neubrandenburg, der Fachhochschule Stralsund und der Hochschule Wismar.
Die Zielvereinbarungen 2016-2020 wurden rechtzeitig vor Ablauf der alten Zielvereinbarungen im Dezember 2015 unterschrieben. Dadurch hatten die Hochschulen des Landes im Vergleich zur vorigen Periode früher Planungssicherheit.

Die Zielvereinbarungen bringen den Hochschulen in vielen Bereichen Verbesserungen: Die Hochschule für Musik und Theater in Rostock und die Fachhochschulen erhalten einen höheren Ausfinanzierungsgrad, zur Berücksichtigung künftiger Steigerungen durch Tariferhöhungen und Inflation wurde eine einvernehmliche Berechnungsformel gefunden, an der Uni Rostock wurde ein neuer Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte eingerichtet und die Lehrerausbildung an der Uni Greifswald wurde gestärkt. Seit 2011 ist das Budget für die Hochschulen von 287 Millionen auf 340 Mio. € gestiegen. Dies ist eine Steigerung von 18,5 % oder durchschnittlich 3,7 % pro Jahr.