Donnerstag, 28. Januar 2016

Parlament weist Alleingang der LINKEN in Sachen Bestattungswesen zurück

Zu den wenigen Dingen, die im menschlichen Dasein unvermeidbar sind, gehört der Tod. Insofern geht die Diskussion um das Thema Bestattung letztlich jeden an. Das dachte sich vermutlich auch die LINKE, als sie im Alleingang eine Debatte anschob, die angesichts des sensiblen Themas wohl besser überparteilich behandelt werden sollte.

Mit ihrem Antrag „Reform des Bestattungsgesetzes Mecklenburg-Vorpommern“ (Drs. 6/5073) hat die LINKE heute versucht, den Landtag die umfassende Reformbedürftigkeit des Leichen-, Bestattungs- und Friedhofswesens Mecklenburg-Vorpommerns feststellen zu lassen.

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Säkularisierung und religiösen Vielfalt, gestiegener Anforderungen an die Leichenschau, unterschiedlicher Familienmodelle sowie einer sich wandelnden Bestattungskultur sei das geltende Bestattungsrecht nach Auffassung der LINKEN nicht mehr zeitgemäß, auch wenn die Friedhofskultur weiterhin ein hohes kulturhistorisches Gut sei.

Nach Auffassung der LINKEN sollen insbesondere folgend Sachverhalte geprüft werden: Todesfeststellung und erste bzw. zweite Leichenschau, die Möglichkeit der sarglosen Bestattung (Bestattung im Leintuch), die Aufhebung des Friedhofszwanges, die Fristen für Erdbestattungen, die Herkunft von Grabsteinen (fair trade), die Mindestruhezeit und die Wiedereinführung des Sterbegeldes.